Azure
Azure CLI
Overview
Die Azure CLI läuft unter Windows, macOS und Linux, in Docker-Containern und im Browser über Azure Cloud Shell. Befehle folgen dem Muster az Gruppe Untergruppe Befehl --Parameter, etwa az vm create oder az group list. Sie eignet sich für schnelle Abfragen ebenso wie für Bash- oder PowerShell-Skripte und CI/CD-Pipelines.
Die Alternative ist Azure PowerShell (Az-Modul). Beide sprechen dieselbe Azure-Resource-Manager-API an, unterscheiden sich aber in Syntax und Objektmodell: Die CLI liefert JSON, Azure PowerShell .NET-Objekte. Viele Teams nutzen die CLI in Linux-Pipelines und PowerShell für Windows-nahe Automatisierung.
Seit dem 1. Oktober 2025 verlangt Azure für Create-, Update- und Delete-Vorgänge über die CLI MFA bei Benutzerkonten. Microsoft empfiehlt dafür mindestens Version 2.76, im Oktober 2026 nennt Microsoft Learn Version 2.91.0 als aktuell.
How it works
Typischer Ablauf mit der CLI:
- Anmelden mit az login: interaktiv im Browser, per Gerätecode, als Service Principal mit Zertifikat oder Geheimnis oder als Managed Identity auf einer Azure-Ressource.
- Kontext wählen mit az account set --subscription.
- Befehle ausführen. Die Ausgabe ist standardmäßig JSON und lässt sich mit --output table, tsv, yaml oder jsonc umstellen.
- Mit --query und JMESPath-Ausdrücken filtern, zum Beispiel nur Namen und Status aller VMs.
- Erweiterungen (az extension add) ergänzen Befehle, etwa resource-graph für az graph query.
Die CLI sammelt standardmäßig Telemetrie, abschaltbar mit az config set core.collect_telemetry=false.
Benefits
- Schnell und gut skriptbar, ideal für wiederkehrende Abfragen und Ad-hoc-Aufgaben
- Plattformübergreifend, dieselben Befehle laufen auf dem Admin-PC, im Linux-Build-Agent und in Cloud Shell
- JSON-Ausgabe lässt sich direkt mit anderen Werkzeugen weiterverarbeiten
- Bicep-Deployments sind direkt integriert, ohne zusätzliche Installation
Practical example
Ein Administrator in einem Logistikunternehmen muss jeden Freitag alle VMs auflisten, die nicht das Tag Owner tragen. Statt im Portal zu klicken, schreibt er ein kurzes Skript mit az vm list und einer JMESPath-Abfrage, das in einer Pipeline mit einer Managed Identity läuft und das Ergebnis als CSV an das Betriebsteam schickt. Aus 30 Minuten Handarbeit pro Woche wird ein automatischer Bericht.
Things to keep in mind
- Automatisierungen nicht mit Benutzerkonten betreiben, sondern mit Managed Identity oder Service Principal, weil dort keine MFA-Pflicht greift
- CLI-Version aktuell halten (az upgrade), ältere Versionen zeigen bei der MFA-Durchsetzung Fehler
- Skripte idempotent schreiben, also vor dem Anlegen prüfen, ob die Ressource bereits existiert
- Ausgaben mit Geheimnissen nicht in Pipeline-Logs schreiben lassen
Licensing & availability
Kostenlos und Open Source. Azure Cloud Shell ist ebenfalls kostenlos, wer dort Dateien dauerhaft speichern will, bindet ein Storage-Konto an, das Speicherkosten verursacht. Stand: Oktober 2026.
Conclusion
Die Azure CLI ist das Werkzeug der Wahl für schnelle Abfragen und Pipelines. Nutze Workload-Identitäten statt Benutzerkonten mit Passwort.
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