Azure
Azure Database for PostgreSQL
Overview
Azure Database for PostgreSQL Flexible Server betreibt Community-PostgreSQL als verwalteten Dienst. Microsoft übernimmt Updates, Backups und Hochverfügbarkeit, Du steuerst Version, Wartungsfenster, Serverparameter und Erweiterungen.
Die ältere Bereitstellungsoption Single Server hat Microsoft am 28. März 2025 eingestellt, Bestandskunden mussten bis dahin auf Flexible Server migrieren. Alte Anleitungen und Skripte, die sich auf Single Server beziehen, sind damit überholt.
Neben einzelnen Servern gibt es Elastic Clusters für horizontal verteilte PostgreSQL-Workloads. Abgrenzung: PostgreSQL auf einer eigenen VM gibt volle Kontrolle, verlangt aber Patching, Backup und HA in Eigenregie.
How it works
Ein Flexible Server läuft auf einer Linux-VM mit separatem Speicher, die Compute-Tarife sind Burstable, General Purpose und Memory Optimized.
- Netzwerk: wahlweise öffentlicher Zugriff mit Firewallregeln oder privater Zugriff per VNet-Integration bzw. Private Endpoint.
- Hochverfügbarkeit: Standby in derselben Zone oder zonenredundant in einer anderen Verfügbarkeitszone, synchron repliziert und ohne Datenverlust beim Failover.
- Backups und Point-in-Time-Restore sind enthalten, Lesereplikate entlasten Berichtsabfragen.
- Der integrierte PgBouncer bündelt Verbindungen, das ist bei vielen kurzen Verbindungen aus Webanwendungen wichtig.
- Server lassen sich stoppen, die Compute-Abrechnung endet sofort, nach sieben Tagen startet der Server automatisch wieder.
Authentifizierung geht per PostgreSQL-Benutzer oder Microsoft Entra ID.
Benefits
- Weniger Betriebsaufwand: Minor-Updates, Backups und Failover übernimmt der Dienst.
- Community-kompatibel: Bestehende Anwendungen und Werkzeuge funktionieren ohne Herstellerbindung an eine proprietäre Engine.
- Hohe Verfügbarkeit: Zonenredundante HA schützt vor dem Ausfall eines Rechenzentrums in der Region.
- Kostensteuerung: Burstable-Tarif und Stop/Start eignen sich für Entwicklungs- und Testumgebungen.
Practical example
Ein Softwareanbieter für Zeiterfassung mit 120 Kunden betreibt seine SaaS-Plattform bisher auf selbst verwalteten PostgreSQL-VMs. Das Team migriert per Azure Database Migration Service auf einen zonenredundanten Flexible Server im Tarif General Purpose mit privatem VNet-Zugriff. Ein Lesereplikat versorgt das Reporting, PgBouncer fängt Verbindungsspitzen zum Monatsende ab. Patch-Nächte und eigene Backup-Skripte entfallen.
Things to keep in mind
- Verweise in Doku und Skripten auf Single Server ersetzen, dieser Dienst existiert seit März 2025 nicht mehr.
- Entscheide vor dem Anlegen zwischen öffentlichem und privatem Netzwerkzugriff, ein späterer Wechsel ist aufwendig.
- Lege Major-Version und Wartungsfenster bewusst fest und plane Upgrades, bevor eine Version das Supportende erreicht.
- Aktiviere PgBouncer oder ein Pooling in der Anwendung, sonst stößt Du schnell an Verbindungslimits.
- Beachte, dass gestoppte Server nach sieben Tagen automatisch starten und wieder Kosten verursachen.
Licensing & availability
Abrechnung nach Compute-Tarif und vCores, bereitgestelltem Speicher, IOPS-Option und Backup-Speicher über dem Inklusivumfang. Reservierungen senken Compute-Kosten. Single Server ist seit 28. März 2025 eingestellt. Stand: Oktober 2026.
Conclusion
Flexible Server ist die aktuelle und einzige Wahl für verwaltetes PostgreSQL in Azure. Plane Netzwerkmodell und HA vor dem ersten Deployment.
Further reading
Related articles
Microsoft
Microsoft Ignite 2025: The most important things at a glance
Microsoft 365
Microsoft Purview | Sensitivity Labels: Architecture & Practice Guide
Microsoft 365
Dynamic M365 groupsets without Entra P1
Microsoft 365