Add-on-Lizenzen (Microsoft 365)

Overview

Add-on-Lizenzen erweitern einen vorhandenen Microsoft-365-Plan um Funktionen, die im Basisplan fehlen. Statt alle Benutzer auf eine höhere Suite zu heben, lizenzierst Du gezielt nur die Konten, die eine Funktion brauchen.

Typische Add-ons sind Microsoft 365 Copilot, Teams Premium, Teams Phone, Microsoft Entra ID P2 (früher Azure AD Premium P2), Microsoft Entra ID Governance, die Microsoft Purview Suite, die Microsoft Defender Suite, Power Automate Premium sowie Visio und Project. Für Business Premium bietet Microsoft eigene Varianten an, etwa die kombinierte Defender- und Purview-Suite für Business Premium mit maximal 300 Lizenzen.

Viele Add-ons setzen einen bestimmten Basisplan voraus (zum Beispiel Entra ID P2 einen P1-Anspruch oder Business-Premium-Add-ons eine Business-Premium-Lizenz). Fehlt der Basisplan, schlägt die Zuweisung mit einem Abhängigkeitsfehler fehl.

Wichtig für die Planung 2026: Mit dem Packaging-Update ab Juni/Juli 2026 sind mehrere frühere Add-ons in Suiten aufgegangen, zum Beispiel Intune Plan 2, Remote Help und Advanced Analytics in Microsoft 365 E3 sowie Security Copilot in E5. Bestehende Add-on-Abos für diese Funktionen können damit überflüssig werden.

How it works

So werden Add-ons eingesetzt:

  1. Bedarf ermitteln: Welche Funktion fehlt, welche Benutzer brauchen sie, welcher Basisplan ist vorhanden.
  2. Voraussetzungen prüfen: Abhängigkeiten in der Produktbeschreibung oder den Product Terms nachlesen, etwa Mindestlizenzen pro Benutzer.
  3. Kaufen: über CSP-Partner, Direktkauf im Microsoft 365 Admin Center (Marketplace) oder im Unternehmensvertrag.
  4. Zuweisen: einzeln, per gruppenbasierter Lizenzierung oder per Graph PowerShell (Set-MgUserLicense, Set-MgGroupLicense).
  5. Prüfen: Fehler wie fehlende Abhängigkeiten oder kollidierende Service-Pläne im Admin Center unter Lizenzen auswerten.

Benefits

  • Kosten bleiben niedriger, weil nur Benutzer mit konkretem Bedarf die Zusatzfunktion erhalten.
  • Neue Funktionen wie Copilot oder Teams Premium lassen sich in Pilotgruppen testen, ohne die gesamte Suite zu wechseln.
  • Sicherheits- und Compliance-Pakete (Defender Suite, Purview Suite) heben E3- oder Business-Premium-Umgebungen gezielt auf E5-Niveau.
  • Add-ons lassen sich unabhängig vom Basisplan in Laufzeit und Menge steuern.

Practical example

Ein Planungsbüro mit 220 Mitarbeitenden nutzt Business Premium. Die Geschäftsführung möchte Copilot testen, die Projektleitung braucht bessere Webinare mit Teams Premium. Die IT kauft 20 Copilot-Lizenzen und 10 Teams-Premium-Lizenzen als Jahresabos und weist sie über zwei Entra-Gruppen zu. Nach sechs Monaten wertet sie die Nutzung aus und passt die Mengen zur Verlängerung an. Ergebnis: Funktionen nur dort, wo sie gebraucht werden, und eine belastbare Grundlage für den weiteren Rollout.

Things to keep in mind

  • Prüfe nach dem Packaging-Update 2026, ob gekaufte Add-ons (etwa Intune Plan 2 oder Remote Help) jetzt bereits in Deiner Suite enthalten sind, und reduziere sie zur Verlängerung.
  • Achte auf Abhängigkeiten: Ohne passenden Basisplan bleibt das Add-on unwirksam und erzeugt Zuweisungsfehler.
  • Ab einer gewissen Zahl von Add-ons pro Benutzer ist die nächsthöhere Suite oft günstiger, rechne beides durch.
  • Dokumentiere, welche Gruppe welches Add-on erhält, damit Austritte und Rollenwechsel die Lizenz automatisch entziehen.

Licensing & availability

Add-ons gibt es für Business-, Enterprise- und Frontline-Pläne, je nach Produkt mit eigenen Voraussetzungen und teils mit Mengengrenzen (zum Beispiel 300 Lizenzen bei Business-Premium-Add-ons). Bezug über CSP, Direktkauf oder Unternehmensvertrag. Seit Juli 2026 sind mehrere frühere Add-ons in E3 und E5 enthalten. Stand: Oktober 2026.

Conclusion

Add-ons sind das Werkzeug, um Microsoft 365 bedarfsgerecht zu lizenzieren. Prüfe sie jährlich gegen die aktuellen Suiten-Inhalte, weil Microsoft Funktionen regelmäßig von Add-ons in Pläne verschiebt.