Azure Service Health

Overview

Azure Service Health bündelt drei Sichten: Azure Status ist die öffentliche Statusseite für weitreichende Störungen. Service Health zeigt personalisiert die Ereignisse für die Dienste und Regionen Deiner Subscriptions. Resource Health zeigt den Zustand einzelner Ressourcen, etwa einer bestimmten VM.

Die Ereignistypen sind Dienststörungen, geplante Wartungen und Integritätshinweise (Health Advisories), dazu kommen Sicherheitshinweise. Für größere Störungen veröffentlicht Microsoft Post Incident Reviews mit Ursache und Maßnahmen.

Abzugrenzen ist der Dienststatus im Microsoft 365 Admin Center: Er betrifft Exchange Online, Teams und Co. und hat mit Azure Service Health keine gemeinsame Oberfläche.

How it works

Service Health basiert auf dem Aktivitätsprotokoll von Azure:

  1. Microsoft veröffentlicht Ereignisse pro Dienst und Region, Service Health filtert sie auf Deine Subscriptions.
  2. Resource Health bewertet einzelne Ressourcen mit Status wie verfügbar, nicht verfügbar oder unbekannt und nennt, ob die Ursache bei der Plattform oder beim Benutzer liegt.
  3. Service-Health-Alarme sind Aktivitätsprotokoll-Warnungen, gefiltert nach Dienst, Region und Ereignistyp.
  4. Die Warnung löst eine Aktionsgruppe aus, die E-Mail, SMS, Sprachanruf, Push, Webhook, Logic App oder Runbook ansteuert.

Benefits

  • Schnelle Antwort auf die Frage, ob ein Problem bei Azure oder in der eigenen Konfiguration liegt
  • Frühwarnung bei geplanten Wartungen, sodass Du Wartungsfenster abstimmen kannst
  • Gezielte Alarme für betroffene Regionen und Dienste statt Beobachtung einer allgemeinen Statusseite
  • Post Incident Reviews als Nachweis für Störungsanalysen und Lieferantenbewertung

Practical example

Bei einem Onlinehändler mit Shop in Azure fallen an einem Montagmorgen Zahlungen aus. Weil das Team eine Service-Health-Warnung für Germany West Central und West Europe eingerichtet hat, liegt nach wenigen Minuten im Betriebskanal eine Meldung zu einer Störung des genutzten Datenbankdienstes vor. Statt die eigene Konfiguration zu zerlegen, aktiviert die IT den dokumentierten Notbetrieb und informiert den Kundenservice. Der spätere Post Incident Review fließt in den Notfallplan ein.

Things to keep in mind

  • Alarme auf genutzte Dienste und Regionen filtern, sonst gehen relevante Meldungen in der Menge unter
  • Aktionsgruppen mit Verteilerlisten statt Einzelpersonen pflegen und regelmäßig testen
  • Für jede Meldungsart einen Verantwortlichen festlegen, der Bewertung und Kommunikation übernimmt
  • Resource Health bei der Fehlersuche an einzelnen VMs immer zuerst prüfen
  • Nicht mit dem Microsoft-365-Dienststatus verwechseln, beide Kanäle getrennt überwachen

Licensing & availability

Service Health und Resource Health sind kostenlos. Benachrichtigungen über Aktionsgruppen können je nach Kanal (etwa SMS oder Sprachanruf) Kosten verursachen. Stand: Oktober 2026.

Conclusion

Service Health spart bei Störungen wertvolle Zeit in der Ursachensuche. Richte Alarme für Deine Regionen und Dienste ein, bevor der erste Ausfall kommt.