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Core Web Vitals
Overview
Core Web Vitals sind der Kern der Web-Vitals-Initiative von Google und bestehen aus drei Metriken: Largest Contentful Paint (LCP) misst, wann das größte sichtbare Element geladen ist. Interaction to Next Paint (INP) misst, wie schnell die Seite auf Klicks, Tipps und Tastatureingaben reagiert. Cumulative Layout Shift (CLS) misst unerwartete Layoutverschiebungen.
Grenzwerte für „gut“: LCP höchstens 2,5 Sekunden, INP höchstens 200 Millisekunden, CLS höchstens 0,1. Bewertet wird das 75. Perzentil der Seitenaufrufe, getrennt nach Mobil und Desktop; eine Seite besteht nur, wenn alle drei Werte im grünen Bereich liegen. INP hat am 12. März 2024 die frühere Metrik First Input Delay (FID) abgelöst, die nur die Verzögerung der ersten Interaktion erfasste.
Google schreibt in der Search-Central-Dokumentation, dass Core Web Vitals von den Ranking-Systemen genutzt werden, und empfiehlt gute Werte. Gute Werte garantieren aber keine Top-Platzierung, Relevanz und Qualität der Inhalte bleiben wichtiger. Die übrigen Aspekte der Seitennutzerfreundlichkeit (Page Experience) wie HTTPS oder der Verzicht auf aufdringliche Interstitials helfen laut Google nicht direkt beim Ranking, verbessern aber die Nutzung.
How it works
Gemessen und bewertet wird auf drei Ebenen:
- Felddaten: Der Chrome User Experience Report (CrUX) sammelt anonymisierte Messwerte echter Chrome-Nutzer. Sie erscheinen in PageSpeed Insights und im Core-Web-Vitals-Bericht der Search Console. Eigene Felddaten liefert die JavaScript-Bibliothek web-vitals (Real User Monitoring).
- Labordaten: Lighthouse und die Chrome DevTools simulieren einen Seitenaufruf. Lighthouse misst LCP und CLS, aber kein INP, weil keine echte Nutzerinteraktion stattfindet; als Näherung dient Total Blocking Time (TBT).
- Bewertung: Für jede URL-Gruppe wird das 75. Perzentil gegen die Grenzwerte gelegt, das Ergebnis lautet gut, verbesserungswürdig oder schlecht.
Neue Metriken durchlaufen bei Google die Phasen experimentell, ausstehend und stabil; stabile Core Web Vitals ändern sich höchstens einmal pro Jahr.
Benefits
- Objektive, vergleichbare Kennzahlen statt subjektiver Aussagen wie „die Seite fühlt sich langsam an“.
- Felddaten zeigen das tatsächliche Erlebnis der Besucher, auch auf langsamen Smartphones und Netzen.
- Gute Werte entsprechen dem, was Googles Ranking-Systeme belohnen wollen, und verbessern gleichzeitig Nutzbarkeit und Conversion.
- Klare Zielwerte erleichtern Abnahmen mit Agenturen und Hostern.
Practical example
Ein Onlineshop für Werkzeuge mit 50 Beschäftigten sieht in der Search Console viele mobile URLs mit schlechtem INP. Die Analyse in den Chrome DevTools zeigt, dass ein Chat-Widget und mehrere Tracking-Skripte den Hauptthread blockieren. Das Team lädt das Widget erst nach einer Interaktion, entfernt zwei ungenutzte Tags im Tag Manager und teilt lange JavaScript-Aufgaben auf. Nach dem 28-tägigen Erhebungszeitraum von CrUX wechseln die URL-Gruppen in den grünen Bereich.
Things to keep in mind
- Bewerte Felddaten statt allein den Lighthouse-Score: Ein Labortest auf einem schnellen Rechner sagt wenig über echte Mobilnutzer.
- Externe Skripte (Chat, Tracking, Consent-Banner, Werbung) bremsen häufig INP und CLS und gehören auf den Prüfstand.
- Für Bilder, Videos und Einbettungen Breite und Höhe angeben, damit keine Layoutverschiebungen entstehen.
- Felddaten beziehen sich auf die letzten 28 Tage, Verbesserungen zeigen sich in der Search Console also verzögert.
Conclusion
Core Web Vitals sind die verbindlichen Messgrößen für das Nutzererlebnis im Web. Ziel sind grüne Werte für die wichtigsten Seitentypen, wobei Inhalt und Relevanz Vorrang vor dem letzten Millisekundengewinn behalten.
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