Lizenzierung & Microsoft
Software Assurance (SA)
Overview
Software Assurance (SA) ist ein Zusatzprogramm zu Microsoft-Volumenlizenzen. Solange SA aktiv ist, darf der Kunde neue Versionen der lizenzierten Software einsetzen (New Version Rights) und erhält zusätzliche Nutzungsrechte, die mit der reinen Dauerlizenz nicht verbunden sind.
Im Enterprise Agreement ist SA laut Microsoft enthalten. In anderen Programmen wie MPSA oder Select Plus wird SA optional zur Lizenz erworben, in Open Value ist sie Bestandteil.
Für Admins sind vor allem die Nutzungsrechte relevant: Azure Hybrid Benefit (Windows-Server- und SQL-Server-Lizenzen in Azure nutzen), License Mobility für Anwendungsserver bei Hostern und erweiterte Rechte für Failover und Virtualisierung. Viele dieser Rechte gibt es alternativ über Subscription-Lizenzen (etwa Windows Server oder SQL Server als Abo im CSP).
Ältere Beschreibungen nennen Trainingsgutscheine und Deployment Planning Services als SA-Vorteile. Welche Benefits aktuell gelten, steht im SA-Benefit-Katalog und in den Product Terms.
How it works
SA ist an die Lizenz gekoppelt und läuft mit dem Vertrag:
- Der Kunde erwirbt die Lizenz mit SA (im EA automatisch, sonst als Option bei Kauf).
- Während der Laufzeit gelten Versionsrechte und Benefits, verwaltet im Volume Licensing Service Center (VLSC) bzw. Business Center.
- Nutzungsrechte wie Azure Hybrid Benefit werden technisch nur per Schalter aktiviert (zum Beispiel Lizenztyp der Azure-VM), die Berechtigung muss der Kunde selbst nachweisen.
- Endet SA ohne Verlängerung, behält der Kunde die zuletzt lizenzierte Version als Dauerlizenz, verliert aber Versionsrechte und SA-gebundene Nutzungsrechte.
Benefits
- Upgrade auf neue Versionen ohne Neukauf, etwa von Windows Server 2022 auf 2025, solange SA aktiv ist.
- Voraussetzung für Azure Hybrid Benefit und damit für günstigere Windows- und SQL-VMs in Azure.
- Erweiterte Rechte für Virtualisierung, Failover und Hosting, die in hybriden Umgebungen Lizenzkosten senken.
- Planbare Wartungskosten statt sprunghafter Neukäufe bei Versionswechseln.
Practical example
Ein Mittelständler mit 300 Mitarbeitenden betreibt zwei Hyper-V-Hosts mit Windows Server Datacenter und einen SQL Server für das ERP. Beim Plan, das Reporting nach Azure auszulagern, stellt die IT fest, dass die SQL-Server-Lizenzen ohne SA gekauft wurden. Statt neue Lizenzen in Azure zu bezahlen, schließt sie für die betroffenen Cores eine SQL-Server-Subscription über den CSP-Partner ab und nutzt Azure Hybrid Benefit in der Azure-SQL-Instanz. Ergebnis: Die Lizenzkosten in Azure sinken, und der Nachweis liegt dokumentiert vor.
Things to keep in mind
- Dokumentiere, welche Lizenzen mit SA gekauft wurden und bis wann SA läuft, weil Azure Hybrid Benefit ohne aktive SA nicht genutzt werden darf.
- Prüfe vor dem SA-Ablauf, welche Rechte wegfallen, etwa für VMs in Azure oder beim Hoster.
- Vergleiche SA mit Subscription-Lizenzen im CSP, die ähnliche Rechte bieten können.
- Verlass Dich bei Benefits nicht auf alte Präsentationen, sondern auf den aktuellen Benefit-Katalog und die Product Terms.
Licensing & availability
Im Enterprise Agreement enthalten, in MPSA und Select Plus optional, in Open Value enthalten. Alternativ bieten Subscription-Lizenzen (zum Beispiel Windows Server oder SQL Server im CSP) vergleichbare Rechte wie Azure Hybrid Benefit. Maßgeblich sind die Product Terms des jeweiligen Programms. Stand: Oktober 2026.
Conclusion
Software Assurance lohnt sich vor allem, wenn Du Server-Lizenzen in Azure oder bei Hostern weiterverwenden oder regelmäßig auf neue Versionen gehen willst. Prüfe den Bedarf gegen Subscription-Lizenzen, bevor Du SA verlängerst.
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