Lokale Währungspreisanpassung (Microsoft Cloud)

Allgemeine Infos

Microsoft legt Preise für Cloud-Dienste in US-Dollar fest und leitet daraus Preise in lokalen Währungen ab. Weichen Wechselkurse dauerhaft ab, passt Microsoft die Lokalwährungspreise an, damit Kunden in verschiedenen Regionen ein vergleichbares Preisniveau sehen.

Die für den DACH-Raum relevante Anpassung hat Microsoft am 12. Dezember 2025 im Partner Center angekündigt: Zum 1. Februar 2026 (Preisliste als Vorschau ab 1. Januar) wurden die Preise für Commercial-Cloud-Dienste in Schweizer Franken, Dänischer Krone, Euro, Norwegischer Krone und Schwedischer Krone gesenkt, um sie enger an das globale Niveau anzugleichen. Für Euro nannte Microsoft eine Senkung von 7,4 Prozent (einzelne SKUs durch Rundung leicht abweichend). On-Premises-Software war nicht betroffen.

Am 8. Juli 2026 kündigte Microsoft an, Lokalwährungspreise für Commercial Cloud künftig einmal jährlich zum 1. Januar anzupassen, erstmals zum 1. Januar 2027, mit Vorabinformation jeweils im November. Davon getrennt gab es zum 1. Juli 2026 Rundungsänderungen im Cent-Bereich für ausgewählte Microsoft-365-SKUs in EWR-Währungen (Preisgenauigkeit für die EU-Teams-Zusagen).

Abgrenzung: Diese Anpassungen sind keine Produktpreiserhöhungen. Die allgemeine Preiserhöhung für Microsoft-365-Suiten zum 1. Juli 2026 ist ein separater Vorgang.

Funktionsweise & Details

Der Ablauf einer Währungspreisanpassung:

  1. Microsoft kündigt die Änderung im Partner Center (Monatsankündigungen) und in einem Blogbeitrag an, seit 2026 jeweils im November für den folgenden Januar.
  2. Die neue Preisliste steht Partnern vorab zur Verfügung, damit sie Angebote und Systeme anpassen können.
  3. Zum Stichtag gelten die neuen Lokalwährungspreise für Neukäufe und Verlängerungen.
  4. Laufende NCE-Abos behalten ihren Preis bis zum Ende der Laufzeit, weil der Preis bei NCE für die Laufzeit festgeschrieben ist.
  5. Bei verbrauchsabhängigen Azure-Diensten in USD-Rate (MCA, MPA) wirkt sich der Wechselkurs zusätzlich monatlich aus.

Vorteile & Nutzen

  • Ab 2027 planbar: Ein fester Termin pro Jahr erleichtert die Budgetplanung für Microsoft-Lizenzen.
  • Die Senkung zum Februar 2026 machte Verlängerungen und Neukäufe in Euro günstiger.
  • Die Vorankündigung im November gibt Zeit, Verlängerungen vor oder nach dem Stichtag zu legen.

Praxisbeispiel

Ein IT-Leiter eines Mittelständlers mit 300 Mitarbeitenden plant für 2027 das Lizenzbudget. Seine Microsoft-365-Abos verlängern sich im März, die Azure-Reservierungen im Oktober. Er notiert sich die Novemberankündigung zur Januaranpassung als Termin, stimmt mit dem CSP-Partner ab, wie sich die neuen Euro-Preise auf die März-Verlängerung auswirken, und berücksichtigt zusätzlich die Microsoft-365-Preiserhöhung vom Juli 2026. Ergebnis: Das Budget enthält beide Effekte getrennt und nachvollziehbar.

Worauf sollte man achten?

  • Unterscheide Währungsanpassungen von Produktpreisänderungen, Microsoft kommuniziert beide getrennt.
  • Prüfe vor einer Verlängerung, ob sie vor oder nach dem nächsten Stichtag günstiger ist, und plane gemeinsam mit Deinem Partner.
  • Verlass Dich bei Prozentangaben auf die offizielle Partner-Center-Ankündigung, nicht auf Weitergaben aus zweiter Hand.
  • Bei Azure-Verbrauch in USD-Rate entstehen zusätzlich monatliche Wechselkurseffekte.

Lizenz & Verfügbarkeit

Betrifft Commercial-Cloud-Dienste von Microsoft mit Abrechnung in lokaler Währung, laut Ankündigung für Commercial (inklusive öffentlicher Sektor), Education und Non-Profit; On-Premises-Software war 2026 nicht betroffen. Ab 2027 jährliche Anpassung zum 1. Januar. Wie sich das je Kanal (CSP, MCA-E, EA) auswirkt, hängt von Vertrag und Preisbindung ab. Stand: Oktober 2026.

Fazit

Die Euro-Preise für Microsoft-Cloud-Dienste wurden zum Februar 2026 gesenkt, nicht erhöht. Ab 2027 solltest Du die jährliche Januaranpassung fest in Deine Lizenzplanung aufnehmen.