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Exchange Server 2019
Aktuelle On-Premises-Version von Microsoft Exchange.
Allgemeine Infos
Exchange Server 2019 ist die letzte klassische On-Premises-Version von Microsoft Exchange mit aktivem Mainstream Support (bis Januar 2025, Extended Support bis Oktober 2025). Sie läuft ausschließlich auf Windows Server 2019 und 2022 und bringt die bekannte Funktionspalette mit: Postfächer, Outlook Web App (OWA), ActiveSync, Transportregeln, Journaling und Hybrid-Konnektivität zu Exchange Online.
Cumulative Updates erschienen quartalsweise und brachten jeweils Sicherheitsfixes, Bugfixes und gelegentlich neue Features. Wichtig für den Betrieb: Microsoft unterstützt immer nur die zwei aktuellsten CUs. Wer älter als CU2 vor dem aktuellen Stand ist, sitzt auf einer nicht mehr supportierten Konfiguration, auch wenn der Extended Support nominal noch läuft.
Die Hybrid-Konnektivität ist der Hauptgrund, warum Exchange 2019 in vielen Umgebungen noch läuft: Für eine saubere Hybrid-Migration zu Exchange Online wird ein On-Premises Exchange-Server als Verwaltungspunkt benötigt, solange noch On-Premises-Postfächer oder -Empfängerobjekte existieren. Dieser sogenannte "last Exchange server" muss gepflegt und supportet bleiben, auch wenn keine Postfächer mehr lokal liegen.
Microsoft empfiehlt die Migration zu Exchange Online. In der Praxis bedeutet das für viele Organisationen aber keinen vollständigen Abschied vom On-Premises-Server, sondern einen dauerhaften Hybrid-Betrieb mit Exchange als Verwaltungsshell. Wer die Lizenzkosten für den letzten On-Premises-Server sparen will, sollte die Exchange-Empfängerverwaltung über Azure AD Connect und PowerShell direkt in Entra ID prüfen, was aber Einschränkungen bei der Attributpflege mit sich bringt.
Kurzbeschreibung
Letzte On-Premises-Version von Microsoft Exchange; Extended Support bis Oktober 2025, danach End of Life. Bleibt in Hybrid-Szenarien als Verwaltungspunkt relevant.
Lizenz & Verfügbarkeit
Volumenlizenz erforderlich: Exchange Server 2019 Standard oder Enterprise Edition (Server-Lizenz plus Client Access Licenses pro Nutzer oder Gerät). Standard unterstützt bis zu 5 Postfachdatenbanken, Enterprise bis zu 100. In CSP- oder EA-Verträgen kann die Lizenz über Software Assurance abgedeckt sein. Für reine Hybrid-Verwaltungsserver ohne aktive Postfächer gelten keine zusätzlichen CAL-Anforderungen.
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