Websites & SEO
Keyword-Recherche
Allgemeine Infos
Die Keyword-Recherche beantwortet, welche Begriffe und Fragen die Zielgruppe in Suchmaschinen eingibt, wie oft und mit welcher Absicht. Unterschieden werden meist informationale (Wissen), navigationale (eine bestimmte Seite finden), kommerzielle (Vergleich vor dem Kauf) und transaktionale Suchintentionen (kaufen, anfragen, herunterladen).
Ergebnis ist eine priorisierte Liste von Begriffen und Themenclustern, die jeweils einer Seite zugeordnet werden. Dabei zählt die Passung zum Angebot mehr als das reine Volumen: Ein Begriff mit wenigen, aber kaufbereiten Suchenden ist für einen B2B-Anbieter oft wertvoller als ein allgemeiner Begriff mit hohem Volumen.
Google rät in seinem SEO-Startleitfaden, so zu schreiben, wie Nutzer suchen, und natürliche Varianten zu verwenden. Das Meta-Keywords-Tag nutzt Google nicht, und eine bestimmte Textlänge ist für das Ranking unerheblich. Die Keyword-Recherche dient also dem Verständnis der Nachfrage, nicht dem Einstreuen von Begriffen.
Funktionsweise & Details
Typischer Ablauf:
- Startbegriffe sammeln: Produktnamen, Leistungen, Kundenfragen aus Vertrieb und Support.
- Eigene Daten auswerten: Im Leistungsbericht der Google Search Console siehst Du, bei welchen Suchanfragen die Website bereits erscheint und angeklickt wird.
- Mit Tools erweitern: Der Keyword-Planer von Google Ads liefert Begriffsideen und Schätzungen zum monatlichen Suchvolumen, setzt aber ein Google-Ads-Konto mit hinterlegten Zahlungsdaten voraus. Kommerzielle Tools wie Sistrix, Semrush oder Ahrefs ergänzen Wettbewerbs- und Rankingdaten.
- Suchergebnisse prüfen: Welche Seitentypen ranken (Ratgeber, Produktseite, Video)? Das zeigt die Suchintention.
- Clustern und zuordnen: Begriffe mit gleicher Intention auf eine Seite bündeln, damit sich Seiten nicht gegenseitig Konkurrenz machen.
- Priorisieren nach Geschäftswert, Aufwand und realistischer Erfolgschance.
Vorteile & Nutzen
- Inhalte treffen die Sprache der Zielgruppe statt interner Fachbegriffe.
- Klare Zuordnung von Begriffen zu Seiten verhindert Kannibalisierung.
- Datenbasierte Priorisierung von Redaktions- und Entwicklungsaufwand.
- Erkennt Themenlücken gegenüber Wettbewerbern.
Praxisbeispiel
Ein Hersteller von Industriefiltern mit 120 Beschäftigten nennt sein Produkt intern „Partikelabscheider“. Die Search Console und der Keyword-Planer zeigen, dass Kunden vor allem nach „Ölnebelabscheider“ und „Absaugung CNC-Maschine“ suchen. Das Team benennt Produktseiten um, ergänzt einen Ratgeber zur Auswahl und verlinkt intern darauf. Innerhalb weniger Monate erscheint die Website für diese Begriffe deutlich häufiger und erhält mehr qualifizierte Anfragen.
Worauf sollte man achten?
- Suchvolumen sind Schätzungen, gerade bei Nischenbegriffen; nutze sie als Größenordnung, nicht als exakte Zahl.
- Suchintention vor Volumen: Eine Produktseite rankt kaum für einen Begriff, bei dem Google nur Ratgeber zeigt.
- Eigene Search-Console-Daten sind die verlässlichste Quelle, weil sie echte Suchanfragen zu Deiner Website zeigen.
- Die Keyword-Liste regelmäßig aktualisieren, da sich Begriffe mit Produkten und Markt ändern.
Fazit
Die Keyword-Recherche ist der Ausgangspunkt für OnPage SEO und Content-Planung. Sie zeigt, wie Kunden suchen, und verhindert, dass Inhalte an der Nachfrage vorbeigeschrieben werden.
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